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Am häufigsten trifft man in Böhmen auf den Heiligen Nepomuk, auf Antonio von Padua und auf Franz-Xaver. Mit diesen drei Heiligen liegt man meistens richtig. Entscheidend für die Diagnose sind die Attribute, die sich aus der Legende des Heiligen erschließen. Nepomuk hat fünf Sterne über dem Kopf, Antonio immer ein Kind auf dem Arm und zu Franz-Xaver gehört ein flammendes Herz.


Rochus oder Nepomuk?

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Ohne Kopf gibt es auch keine Sterne. So ist auf dem dem Bild oben der Heilige Nepomuk schwer zu erkennen. Es könnte auch der Heilige Rochus sein, der Schutzpatron der Pestkranken und der Haustiere, der immer mit einem Hund dargestellt wird. Der Vierbeiner zu seinen Füßen wäre dann also der Hund, der dem Kranken das Brot brachte und ihm so das Leben rettete. Trotzdem: Es ist wieder ein Nepomuk, und der Hund ist ein Schaf.


Heiliger Nepomuk

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Der Heilige Nepomuk ist meistens an den fünf Sternen zu erkennen, die ihn wie einen Heiligenschein umgeben. Die Sterne symbolisieren die fünf Buchstaben des lateinischen Wortes "tacui" (ich habe geschwiegen). Nepomuk gilt als Brückenheiliger und als Patron des Beichtgeheimnisses. Als Johannes von Nepomuk  in die Moldau gestürzt wurde, erschienen sie als himmlisches Zeichen seiner Heiligkeit. Johannes Nepomuk war Priester. Er lebte im 14. Jahrhundert und wurde 1729 von Papst Benedikt XIII. heiliggesprochen.
 


Heiliger Antonius von Padua

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Der Heilige Antonius von Padua (1195–1231) war ein Franziskanermönch, der schon zu Lebzeiten als Prediger berühmt wurde. Der Überlieferung nach hörten ihm sogar die Fische andächtig zu. Meist trägt er ein Jesuskind auf dem Arm und in der Hand eine Lilie. Er wird zum Beispiel bei der Suche nach verlorenen Gegenständen angerufen und um Hilfe gebeten.


Heiliger Franz Xaver

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Francisco de Xavier oder auf Deutsch: der Heilige Franz Xaver (geboren 1506 in Spanien, gestorben 1552 in China) wird meist mit Kreuz und flamendem Herzen dargestellt. Denn er war ein glühender Missionar. Franz Xaver ist Mitbegründer des Jesuitenordens, der in der Zeit der Lutherischen Reformationsbewegung die katholische Kirche erneuern, ausbreiten, festigen und gegen protestantischen Strömungen verteidigen wollte.